Dienstag, 8. Dezember 2009

Jahresrückblick Teil 3: Die Aufsteiger

Von: Christian

Jedes Jahr gibt es Favoriten, die jeden Tennisfan direkt einfallen, wenn es um die Favoritenfrage bei großen Turnieren geht. Doch jedes Jahr finden wir auch Spieler, die Leistungen bringen, die man ihnen anfangs kaum zugetraut hätte. Hier im 3.Teil unseres Jahresrückblicks will ich auf diese Spieler, die zu den Aufsteigern der Saison zählen, eingehen.


Fernando Verdasco (26)
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Verdasco bei den Australien Open (Bildquelle: media.photobucket.com)

Er war die Überraschung beim ersten Grand Slam in Australien. Fernando Verdasco spielte ein hervorragendes Turnier, womit wohl nur die Wenigsten gerechnet hatten. Auf seinem Weg ins Halbfinale eliminierte er unter anderem den Geheimfavoriten Andrew Murray. Aber der Höhepunkt kam für Verdasco, der mit tolles offensives Tennis beeindruckte, dann in Form des Halbfinals gegen Nadal, welches zu den besten Matches des Jahres gehörte. Dieser Krimi sollte jedoch das letzte Match von Verdasco werden, denn er verlor es unwürdigerweise durch einen Doppelfehler seinerseits.


Verdasco nimmt erstmals bei dem Master Final teil (Bildquelle: spox.com)

An diese Leistungen kam Verdasco dann in der späteren Saison nicht mehr heran. Es folgte ein gutes Frühjahr, in dem er bei 5 1000er Turnieren das Viertelfinale erreichte. Außerdem gelang in bei den US Open der Einzug in die Runde der letzten 8. Am Ende der Saison konnte er sich zu den besten 8 Spielern der Saison zählen und nahm somit bei dem Master Finals in London teil. Während die Nominierung zweifelsohne ein Highlight in Verdascos Saison war, was es das Turnier, in dem er alle 3 Matches verlor, an sich eher nicht. Dennoch gehört er definitiv zu den Aufsteigern dieser Saison.


Robin Söderling (25)kg



Söderling bei den French Open (Bildquelle: rp-online.de)

Es war eigentlich wie jedes Jahr bei den French Open. Es gab nur einen Favoriten und der hieß natürlich Rafael Nadal. Und wenige zweifelten an einem Sieg, nachdem der Spanier bereits die vorherige Sandplatzsaison dominierte. Doch es geschah das Unfassbare, den Nadal schied bereits in der Runde der letzten 16 aus dem Turnier. Und es war der Schwede Robin Söderling, dem dieses Kunststück gelang. Er, der die bisherige Saison eher weniger auffiel, schlug den König der Asche in 4 Sätzen. Es war der wohl größte Sieg in der Karriere des Schweden. Er zog bei den French Open daraufhin bis in das Finale ein, wo er gegen Roger Federer unterlag.



Söderling bei dem Master Final (Bildquelle: rp-online.de)

Nach diesem Höhepunkt folgte zunächst am Ende des Jahres wieder eine starke Phase. Söderling erreichte das Viertelfinale der US Open (wo er kurioserweise wie bereits bei den 2 vorherigen Grand Slams Federer unterlag). Zum Abschluss des Jahres durfte Söderling den verletzen Andy Roddick beim Master Final in London ersetzen. Und dort spielte der Schwede ein starkes Turnier. In der Gruppenphase schlug er die Weltranglistennummer 2 und 3, Nadal und Djokovic, und zog ins Halbfinale ein. In diesem verlor er nur knapp gegen Del Potro. Wie Verdasco gehört er damit zu den Aufsteigern des Jahres.


Juan Martin Del Potro (21)kg


Spricht man von Del Potro kann man eigentlich nicht wirklich von einem Aufsteiger im eigentlichen Sinn sprechen, da er schon zu Beginn der Saison bereits in der Top10 war und man auch schon damals um sein Potential wusste. Aber er machte zweifelsohne einen großen Leistungssprung in diesem Jahr.

Das erste Ausrufezeichen setzte er bei den French Open. Schon vorher zeigte er bei Grand Slams gute Leistungen, erreichte die Runde der letzen 8 sowohl bei den US Open (2008) und Australien Open. Doch der Einzug in das Halbfinale in Paris hatte eine neue Qualität. Der Argentinier, der vor allem durch die Härte seiner Schläge und durch einen starken Aufschlag beeindruckte, spielte ein starkes Turnier. So kam es zu den Duell mit Roger Federer und diesem verlangte er alles ab. Jedoch verlor er dieses Match trotz guten Start (2-1 Satzführung) gegen den späteren Champion.gggggg(Bild: Del Potro bei den French Open (photobucket.com))



Del Potro triumphiert in New York (www.sportgate.de)


Doch dies sollte nicht das Saisonighlight bleiben für Juan Martin Del Potro. Nach dem nicht so erfolgreichen Wimbledon Turnier, folgte der sensationelle Triumph in New York beim letzen Grand Slam Turnier des Jahres. Es war das Turnier des Shootingstars. Im Halbfinale schlug er die ehemalige Nummer 1 Rafael Nadal mit 6-2 6-2 6-2 und erreichte das Finale, ausgerechnet gegen Federer, gegen den er zuvor in Paris verlor. Doch dieses Mal kam es anders und Del Potro konnte den Schweizer in einem dramatischen Finale in 5 Sätzen besiegen. Imponierend war dabei die mentales Stärke des damals noch 20 Jährigen. Trotz diverser Rückschläge konnte er immer wieder zurückschlagen und konnte seinen ersten Grand Slam Titel gewinnen. Er ist außerdem der erste Spieler, der Roger Federer in einem GS Finale besigen konte, zusammen mit Federers ewigen Rivalen Federers Nadal. Dieser Sieg markiert den endgültigen Durchbruch von Del Potro in der Spitzengruppe.


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