Es ist immer bitter und frustrierend für Fans, wenn ihre Favoriten ausscheiden bzw. verlieren. Aber das gehört zum Sport dazu und wenn ein Gegner besser ist, muss man dies akzeptieren können. Viel bitterer ist es, wenn die Ursache von Niederlagen nicht in der Stärke der Gegner liegt, sondern in Verletzungen.
Es war ein bitteres Jahr 2009 für Nadal. Nicht weil der sportliche Erfolg ausblieb, denn der war mit dem Gewinn der Australien Open gegeben, sondern, weil mehr drin
gewesen wäre. Dieser Sieg war der vorläufige Höhepunkt seiner Karriere, aber seitdem verfolgt ihm das Pech. Zuerst kam das bittere Ausscheiden bei den French Open, dann die Absage in Wimbledon aufgrund von Knieproblemen. So war es ihm überhaupt nicht möglich seine überragende Form des Vorjahres zu konservieren. Und die kam auch nicht mehr im restlichen Jahr. Ein mit der Halbfinalteilnahme doch sehr ordentliches Turnier in New York, bedenkt man die Verletzungspause, folgte ein weniger erfolgreiches Restjahr. Aber was sollte man den Spanier einen Vorwurf machen, hatte er doch aufgrund seiner Verletzung seinen Rhythmus verloren. Hoffnung lag in einem Neubeginn im neuen Jahr.Und die Hoffnungen schienen teils erfüllt zu werden. In Doha spielte er gut, scheiterte erst im Finale an einem bärenstarken Davydenko. Bei den Australien Open sah es in der ersten Woche auch gut aus. Ja, die Form des letzten Frühjahres hatte er nicht ganz, aber diese Messlatte lag auch verdammt hoch. Dann kam das Match gegen Murray, der bisher ein starkes Turnier spielte. Eine Niederlage gegen diesen starken Murray war zwar nicht zu erwarten, aber durchaus möglich. Dass diese jetzt jedoch teils von weiteren Knieproblemen verursacht wurde, ist sehr bitter. Da kommen Erinnerungen an das letzte Jahr hoch, sollte diese Pechsträhne des letzten Jahres doch endlich vorüber sein.
Wie lange die Zwangspause aufgrund der Verletzung sein wird, ist noch nicht sicher. Es ist nicht das erste Mal, dass Nadal Probleme mit seinem Knie hat. Bereits in früheren Jahren plagten ihn solche Probleme. Beispielsweise sagte er 2008 seine Teilnahme am Masters Cup wegen dieser Verletzung ab. Logischerweise fragen sich viele Tennisfans, was Ursache dieser Verletzungen sein kann. Ein Problem ist dabei einfach die Spielweise von Rafael Nadal. Er hat ein sehr laufintensives Spiel, spielt mit sehr viel Kraft und hat eine enorme physische Präsenz. Das macht ihn stark, ist aber auch sehr kraftintensiv. Dies ist ein Grund, ein anderer ist aber auch teilweise die Anzahl von Turnieren, die Nadal spielt. Ein Beispiel wären die Sandplatzturniere des letzten Jahre, als er innerhalb von 6 Wochen 4 Turniere spielte. Vielleicht wäre es klüger, wenn er diese Anzahl in Zukunft reduziert.
Der Optimismus des neuen Jahres hat erst mal einen richtigen Dämpfer bekommen. Wollen wir hoffen, dass er bald wieder spielen kann. Der Austrian Tennis Blog wünscht auf jeden Fall gute Besserung.
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