Wenn man von Topform bei einem Spieler auf der ATP Tour im Moment reden kann, dann wohl bei Juan Carlos Ferrero. Am Samstag reichte es zwar nicht zu seinem 3. Titel auf Sand in Folge, dennoch ließ er aufhorchen. Jeweils in Costo de Sauipe als auch in Buenos Aires gewann er den Titel. Und, dass auf beeindruckende Weise, gerade mal 3 Sätze gab der Spanier ab, demontierte zum Beispiel Kubot in Brasilien mit 6-1 6-0. Auch in Acapulco spielte er stark auf, scheiterte erst im Finale an David Ferrer.
Ferrero stand schon
einmal ganz weit oben. 2003 konnte der Spanier die French Open, wo er im Finale mit 6-1 6-3 6-2 gegen Verherk siegte, gewinnen und stand für 8 Wochen auf Platz 1. Eine Zeit, wo der damals noch 23 Jährige zu den Topspielern gehörte, er erreichte weiterhin das Finale der US Open, was er allerdings gegen Andy Roddick verlor. Dieses Jahr war dennoch das erfolgreichste in der Karriere von Ferrero. Doch in den folgenden Jahren konnte der Spanier nicht an seine Erfolge anknüpfen. 2004 war er Anfang des Jahres verletzt, und die Verteidigung des Titels in Paris scheiterte durch ein Zweitrundenaus. Er fiel aus der Top 10 der Weltrangliste, und war in den nächsten Jahren etwa zwischen Rang 30 und 20. Dann ging es aber weiter bergab, das Jahr 2008 beendete Ferrero auf Rang 55, 2009 fiel er sogar zwischenzeitlich aus der Top 100. Ein wahrer Absturz für einen ehemaligen Weltranglistenersten.
Ferrero gilt als Sandplatzspieler, der sein Spiel aber auch auf Hard Court übertragen hat, so dass er dort sehr erfolgreich spielen kann. Besonders stark ist seine Vorhand. Letztes Jahr in Casablanca konnte der Spanier zum ersten Mal seit 2003 wieder einen Titel holen. Und damit ging es aufwärts. Er konnte seinen Aufenthalt außerhalb der
Top 100 beenden und stieg in die Top 30 auf. Diese Entwicklung setzt sich nun weiter fort.Der Spanier lässt aufhorchen mit den zuletzt gezeigten Leistungen. Alle 3 Turniere, bei den er im Finale stand waren auf Sand, sehr passend, dass bald die Sandplatzsaison beginnt. Ferrero ist wieder da, der Spanier meint selbst nach seinem Sieg in Buenos Aires:
"Ich fühle mich unglaublich, nach meinen zweiten Titel in Folge. Ich denke, der Schlüssel für meinen aktuelle Erfolg ist harte Arbeit. Ich habe sehr hart gearbeitet und weiß, dass ich für sehr lange Zeit auf dem Platz sein kann. Das hilft meinem Spiel sehr, weil ich den Ball früher nehmen kann und so aggressiver bin. Das hilft mir auch mental. Ich fühle mich sehr stark und weiß, dass ich jetzt mehr RessourcenDies alles nährt die Hoffnung das Ferrero in diesem Jahr in der Sandplatzsaison groß aufspielen kann, wenn er die jetzt gezeigten Leistungen bestätigt. Doch sollte man nicht vergessen, dass dann größere Turniere kommen, als die jetzigen 250er und 500er. Bei den Masters und French Open wird die Konkurenz um einiges härter als jetzt. Es gab schon öfter Spieler, die mehrere Turniere in Folge gewinnen konnten . Letztes Jahr konnte Robredo ebenfalls in Brasilien und Argentinien triumphieren, doch in der darauffolgenden Sandplatzsaison erreichte er nur ein Viertelfinale. Bei den French Open jedoch spielte er ein gutes Turnier und war unter den besten 8. Auch Juan Martin Del Potro konnte 2008 mehrere Turniere in Folge gewinnen. Er erreicht beim darauffolgenden Grand Slam (US Open) ebenfalls das Viertelfinale. Das wäre wohl auch ein Ergebnis, mit dem sich Ferrero anfreunden könnte. Die Konkurrenz wird härter bei den nächsten Sandturnieren, aber, wenn der Spanier seine Form hält, dürfen wir einiges von ihm erwarten.habe. Ich habe mit meinem Freund im mentalen Bereich gearbeitet und das alles sieht man nun auf dem Platz. "
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