Viel wurde diskutiert vor dem Turnier, wie so oft vor Grand Slams. Besonders die Frage nach einem Favoriten war sehr interessant. Dieses erstes Grand Slam Turniers galt als eines der ausgeglicheneren verglichen mit vergangenen. Natürlich blieb Roger Federer aufgrund seiner unglaublichen Bilanz der größte Favorit für den Titel, ab
er es gab eine Reihe von Spielern, die ihn wohl gefährden könnten. Doch zu einem ausgeglichenen Kampf um den Titel wie prognostiziert ist es nicht wirklich gekommen. Zu stark zeigte sich der Schweizer im Verlauf des Turniers und gab Zweifler eine passende Antwort.Federer hat einmal mehr gezeigt, dass "kleinere" Turniere bei der ATP-Tour nicht mit den "großen" Grand Slams zu vergleichen sind. Während andere Spieler abseits von den Majorturnieren überzeugen und Titel holen, fällt es den selbigen schwer die selbe Leistung bei Grand Slams abzurufen. Es ist von dem mentalen Aspekt her einfach eine komplett andere Situation bei diesen Turnieren, auch in Verbindung mit Best of 3 Matches, erfolgreich zu sein als sonst. Und es gibt wohl kaum einen Spieler, der besser mit dieser Situation umgehen kann als die aktuelle Nummer 1 der Welt.
Nikolay Davydenko spielte vor diesem Turnier hervorragendes Tennis, gewann in London und Doha. Dabei schlug er zweimal Roger Federer, und das mit wirklich tollen aggressiven Tennis. Nach der Auslosung war die Spannung vor einen erwarteten Zusammentreffen groß, auch aufgrund der Frage, ob der Russe Federer auch bei einem Grand Slam schlagen könnte. Und es wa
r wohl das schwerste Match, was Federer bei diesem Turnier bestreiten musste. Davydenko startete stark und brachte den Schweizer in große Schwierigkeiten. Jedoch konnte er ihn hier nicht besiegen, verlor den Faden und musste sich einen sich steigernden Federer am Ende in 4 Sätzen geschlagen geben. Vielleicht der entscheidende Schritt zum Titel.Was war mit anderen Konkurrenten? Rafael Nadal wollen wir hier natürlich außen vor nehmen, er hatte großes Pech aufgrund seiner Knieverletzung. Dann hätten wir da einen Del Potro, der Federer noch in New York sensationell bezwang. Aber es zeigt sich, dass Konstanz bei Majorturnieren unglaublich schwierig zu erreichen ist, der Argentinier scheiterte im Achtelfinale. Novak Djokovic triumphierte hier 2008, doch dieses Mal fehlte ihn wie öfter zuletzt der letzte Biss, er verlor im Viertelfinale gegen Tsonga, der dann von Federer überrollt wurde. Andrew Murray spielte ein tolles Turnier, und zeigte wirklich gutes Tennis. Im Finale jedoch war er chancenlos, ihm fehlte vor allem die letzte Aggressivität.
Es war diesmal noch nicht das Turnier für die Nachkömmlinge, zu
denen wohl auch Marin Cilic bald gehören wird, es war wieder Mal ein Turnier, in welchen Federer seine Dominanz bei Grand Slams zeigte, so war abgesehen von den Matches gegen Andreev und Davydenko kein knappes Match dabei. Der Schweizer ist nicht mehr unbesiegbar, wie er machmal in früheren Jahren wirkte, als er außer Roland Garros alles gewann, aber er wird auch in Zukunft der Spieler sein, den man auf den Weg zu einem Grand Slam Titel schlagen muss.16 Titel sind es schon und es scheint nicht so, dass Federers Ehrgeiz erloschen wäre. Kann er die Leistungen, die er bei diesen Turnier gezeigt hat, wiederholen, wird es wohl kaum bei dieser Zahl bleiben. Ein neuer Rekord, der immer mehr in Sichtweite rückt ist der über die meisten Wochen als Nummer 1. Bis nach den French Open muss er die Nummer 1 bleiben und Pete Sampras ist auch diesen Rekord los. Wir dürfen gespannt bleiben ...
Bildquellen:
eurosport.com
wikimedia.com
mittelbayerische.de
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