Dienstag, 1. Juni 2010

French Open: Und jährlich grüßt das Murmeltier ...

Von: Christian

Könnt ihr euch an letztes Jahr erinnern. Es war die Zeit, als einem gewisser Söderling wohl die größte Überraschung der letztjährigen French Open gelang, indem er den Seriensieger Rafael Nadal bezwang, der damals (und wohl auch bald wieder) noch die Nummer 1 war. Heute durfte der Schwede erneut gegen die aktuelle Nummer 1 in Roland Garros antreten, und auch heute wurde es ein denkwürdiges Match. Dabei begann alles nicht gerade gut für den Vorjahresfinalisten. Federer spielte wohl seinen besten Satz im ganzen Turnier. Mit einer sehr guten Aufschlagquote, 18 Winnern und gerade mal 3 UE's ließ er dem Schweden im ersten Satz kaum eine Chance. Aber dann drehte sich das Match, Söderling wurde immer besser. Sein Aufschlag brachte ihm sehr viele freie Punkte, während Federer bei seinem Service immer mehr Probleme hatte. Aus dem Spiel machte Söderling mit seinen druckvollen und glatten Grundschlägen einen ungeheuren Druck. Dazu blieb er cool und zeigte keine Blöße. So beendete er die Halbfinalserie des Rekord-Grandslam Champion, die seit 6 Jahren anhielt.
"Ich versuche in jedem Match konzentriert zu sein. Ich spielt wirklich gut, auch in Satz 1. Nur dort servierte ich nicht so gut, das war der Unterschied. Ich spielte ein besseres Match heute als im Finale letztes Jahr. Es ist schwierig in deinem ersten Grand Slam Finale, kein Zweifel. Jetzt bin ich hier und habe oft auf dem Center Court gespielt. So war es etwas einfacher." (Robin Söderling)
Ein großer Sieg für den Schweden. Dabei ging aber fast unter, dass es auch ein zweites Viertelfinale gab. Dieses war jedoch deutlich unspektakulärer, da Tomas Berdych seinen Gegner aus Russland keine Chance ließ. In klaren 3 Sätzen verlor Mihkail Youzhny. Der Tscheche steht dagegen in seinem ersten GS Halbfinale und dürfte in seiner aktuellen Form (noch kein Satzverlust) eine ernste Bedrohung für Söderling darstellen.

Auch die Damen spielten heute. Eine starke Leistung zeigte die Italienerin Schaivone, die deutlich gegen Wozniacki gewann. Im rein russischen Duell zwischen Dementieva und Petrova setzte sich Erstere durch.

Singles - Quarterfinals
[5] R Soderling (SUI) d [1] R Federer (SUI) 36 63 75 64
[15] T Berdych (CZE) d [11] M Youzhny (RUS) 63 61 62

Singles - Quarterfinals
(17) Francesca Schiavone (ITA) d. (3) Caroline Wozniacki (DEN) 62 63
(5) Elena Dementieva (RUS) d. (19) Nadia Petrova (RUS) 26 62 60

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