Es ist viel passiert dieses Jahr. Und ein Ereignis dieser Saison, welches man mit dieser wohl noch länger verbinden wird, ist der Wechsel an der Spitze, der sich dieses Jahr vollzogen hat. Und dies ist auch das Thema unseres heutigen Rückblickes auf die Tennissaison 2009. Und wenn wir bei diesem Thema sind, geht es natürlich um die 2 Spieler, die die letzten Jahre so dominierten, wie kaum 2 Spieler zuvor.
Kaum ein Tennisfan hätte nach dem Frühjahr
vorausgesagt, dass Nadal den 1.Pla
tz in der Tennisweltrangliste an seinen Rivalen Roger Federer verlieren würde. Zu dominierend war der Spanier in diesem Teil der Saison. Das absolute Highlight war der Sieg im Australien Open Finale, wo er ausgerechnet Federer in 5 Sätzen schlug, und somit seinen persönlichen Karrierehöhepunkt erreichte. Für Federer war dies ohne Zweifel ein Rückschlag. Auf Sand und Rasen hatte er bisher bereits gegen Rafael Nadal verloren, doch auf Hard Court schien er der Nummer 1 immer noch überlegen. Doch dies widerlegte Nadal eindrucksvoll mit diesem Sieg. Das Einstellen des Grand Slam Rekords von Pete Sampras schien aufgrund der Dominanz von Nadal in weite Ferne zu rücken.Es folgte eine Dürreperiode für den Schweizer. Das Frühjahr brachte wenig Erfolge für die ehemalige Nummer 1. Im Gegensatz dazu spielte Nadal in dieser Zeit groß
auf. 4 Titel gewann er nach dem ersten Grand Slam Turnier des Jahres. Er war der Favorit für die French Open. Wer sollte ihn dort aufhalten? Aber hier kam der Wandel, der entscheidend war für den restlichen Verlauf der Saison. Zuerst kam es zu der Niederlage Nadals in Madrid gegen Federer im Finale. So überraschend kam diese jedoch nicht, spielte Nadal einen Tag zuvor doch ein Marathonmatch gegen Novak Djokovic. Doch es war ein Zeichen des Sch
weizers, der sich pünktlich vor Roland Garros zurückmeldete. Und bei den French Open geschah tatsächlich das Unfassbare. Nadal, der 4fache Champion schied im Achtelfinale gegen Söderling aus. Es war eine der größten Sensationen des Jahres. Und Federer nutzte diese einmalige Chance und gewann zum ersten Mal in seinem Leben die French Open und egalisierte damit den Rekord von Pete Sampras.Was dann folgte, war wohl das bitterste Ereignis für Nadal in dieser Saison. Er zog sich eine Verletzung zu, die für ihn noch lange handicapen sollte. Er musste das Turnier in Wimbledon absagen und mitansehen, wie Federer dieses Turnier gewann und so die neue Nummer 1 w
urde, da Nadal sämtliche Punkte verlor, die sein Sieg letztes Jahr ihm eingebracht haben. Und aufgrund dessen war es eigentlich jetzt bereits klar, dass er dieses Jahr nicht mehr zurückschlagen würde. Es folgte ein sehr erfolgreicher Sommer für Federer. Er gewann das Turnier in Cincinati und erreichte bei den US Open das Finale. Nadal kam dagegen den Rest der Saison nicht mehr zu der Form des Saisonbeginns. Bei den US Open erreichte er mit dem Halbfinale noch ein sehr respektables Ergebnis, bedenkt man seine lange Verletzungspause, aber gegen den späteren Sieger Del Potro hatte er keine Chance. Der Rest des Jahres brachte für beide keine großen Erfolge mehr (abgesehen dem Davis Cup Erfolg der Spanier, aber ich wollte hier auf die Einzelwettbewerbe eingehen).CincFFFnCincinnatinatiCincinnatiBei den Fans beider Spieler heiß debattiert ist die Frage, in wie weit sich der Wechsel vollzogen hätte, wenn Nadal sich nicht verletzt hätte und somit Wimbledon absagen musste. Es mag richtig sein, dass Federer durch die Verletzung seines Kontrahenten einen klaren Vorteil hatte und es ist gut möglich, dass es möglicherweise ansonsten anders gelaufen wäre. Doch sollte man bei der Betrachtung 2 Aspekte nicht vergessen. Zum einen war Nadals Verletzung natürlich unglücklich, aber teilweise war sie auch bedingt durch dessen Turnierplanung. So spielte Nadal innerhalb von 5 Wochen vor den French Open 4 Turniere, wobei er immer bis in das Finale kam. Dass bei solch einer Belastung die Verletzungswahrscheinlichkeit steigt, ist wohl kaum zu leugnen. Zum anderen bringt es wenig über irgendwelche Eventualitäten zu diskutieren. Vielleicht wäre es anders gelaufen, vielleicht aber auch nicht.
Ich persönlich hoffe, dass Nadal nächstes Jahr wieder zu seiner alten Form findet und dass wir noch einige spannende Matches zwischen ihn und Federer erleben werden (auch wenn ich selbst lieber mehr Siege Federers als in der Vergangenheit sehen würde).
Bildquellen (chronologisch):
www.dpchallenge.com
www.wordpress.com
www.neuepresse.de
www.merkur-online.de
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen